Auftraggeber
Media Properties S.à.r.l, Luxembourg
Architekt
Itten+Brechbühl AG; p.arc Luxemburg; Schemel Wirtz Architectes, Luxemburg
Planung
2007-2012
Inbetriebnahme
2016
Arbeitsplätze
1200
Parkplätze
388
Geschossfläche
114 200 m2
Bauvolumen
246 600 m3
Fotos
Palladium Photodesign, Oliver Schuh, Köln
| Auftraggebende | Media Properties S.à.r.l, Luxembourg |
| Planung / Ausführung | 2007 - 2012 / 2016 |
| Architektur | Itten+Brechbühl AG; p.arc Luxemburg; Schemel Wirtz Architectes, Luxemburg |
| Geschossfläche | 114'200 m2 |
| Bauvolumen | 246'600 m3 |
Die Hülle des Mediengebäudes funktioniert selbst als Medium
Der Medienkonzern RTL Group baute auf dem Plateau de Kirchberg in Luxemburg ein neues Headquarter. Im Vorfeld galt es, auf dem Areal zwischen dem Boulevard Pierre Frieden im Süden und der Waldkante der Commune de Niederanven im Norden ein städtebauliches Projekt zu entwickeln, welches als Grundlage für die notwendige Umzonung diente. Entwurf, Vor- und Bauprojekt gehörten ebenso zum Auftrag wie das Einholen der Baubewilligung. Das Gesamtprojekt umfasste neun Gebäude. Das Ensemble ist dank genau austarierter interner Bezüge städtebaulich in sich geschlossen. Seine besondere Qualität liegt im Bezug zur unmittelbaren Umgebung. Drei Türme prägen die äussere Erscheinung. Sie ragen auf einem gemeinsamen Sockel in die Höhe. Die zahlreichen Business Units der RTL Group finden darin aussergewöhnliche Arbeitsbedingungen vor.
Das Herzstück des Mediagebäudes befindet sich im Zentrum zwischen den drei Türmen. Hier stapeln sich 18 Radiostudios wie eine Skulptur freistehend über vier Geschosse in einem grosszügigen Atrium. Im Bereich des Sockels befinden sich die technikbasierten Funktionen: das Broadcasting, die Schnittstudios, die Regie und die verschiedenen Redaktionen.
Die Pixelfassade ist symbolisch und sprechend für den Mediakomplex. Konkret: Die Glasfassade besteht aus einer hinterlüfteten Konstruktion mit kleinformatigen Rahmenfenstern («Pixel»). Jeweils drei Pixel schliessen ein Geschoss ab. Differenziert grau kolorierte Paneele hinter der Glasfassade bestimmen die Farbgebung und zeichnen das Bild der Pixelfassade. Sie wirkt nachts nochmals intensiver, weil ihre Erscheinung durch die unterschiedlichen Innenbeleuchtungen und die Aktivitäten in den Büros unterstützt wird. Skywindows in den beiden obersten Geschossen bieten eine weitläufige Aussicht auf das Kirchbergplateau.