29.07.2026

Historische Substanz mit viel Sorgfalt erhalten

Die zweite Phase der Sanierung des Schulhauses Hermesbühl in Solothurn läuft auf Hochtouren. Hinter dem Gerüst wird derzeit eine Vielzahl anspruchsvoller Arbeiten an Dach und Fassade durchgeführt, die dem langfristigen Erhalt des fast 120-jährigen Gebäudes dienen.

Seit April wird das Dach abschnittsweise geöffnet und instand gestellt. Die bestehende Doppeleindeckung aus Biberschwanzziegeln wird sorgfältig abgetragen. Rund 75 Prozent der historischen Ziegel können nach der Aufbereitung wiederverwendet werden. Gleichzeitig werden Schadstellen behoben und der Dachaufbau mit einer neuen Unterdachbahn sowie einer verbesserten Hinterlüftung ergänzt. Auch an Fassade und Bauteilen wird mit Fachwissen und Hingabe gearbeitet: Natursteinflächen werden gereinigt, historische Farbfassungen freigelegt und wiederhergestellt und Metallteile restauriert. Es soll so viel originale Bausubstanz erhalten werden wie möglich; Ersatz erfolgt nur dort, wo es konstruktiv notwendig ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den vielen handwerklichen Details: So bleibt der charakteristische Ausdruck des Schulhauses Hermesbühl auch für kommende Generationen erhalten.

Jeder Baufortschritt bringt aktuell neue Erkenntnisse und Herausforderungen mit sich. Wir entwickeln daher gemeinsam mit allen Beteiligten fortlaufend individuelle Lösungen, immer mit Blick auf das übergeordnete Sanierungskonzept.

Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten, besonders an all diejenigen, die in den Hitzewochen dieses Sommers auf dem Dach und an der Fassade arbeiten!

Auftrag IB: Gesamtleitung, Architektur

Bauherr: Stadt Solothurn, Bau und Umwelt | Hochbau