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Burgdorf, Schweiz

Schulhaus Aebimatte, Gesamtleistungswettbewerb, 1. Rang

Programm Neubau Schulhaus als Rochadefläche für bevorstehende Sanierungs- und Erweiterungsprojekte, wiederverwendbarer, temporärer und zirkulärer Holzbau
Bauherrschaft Stadt Burgdorf
Wettbewerb 2026, 1. Rang
Planung / Ausführung 2026/2029
Leistung IB
  • Architektur
Geschossfläche 4'000 m2

Mit dem Schulhaus Aebimatte erhält die Stadt Burgdorf eine flexibel nutzbare Schulanlage in modularer Holzbauweise, die auf unterschiedliche Anforderungen des zukünftigen Schulbetriebs reagieren kann. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Schulraumentwicklung der Stadt und schafft die Voraussetzungen für die anstehenden Sanierungen der benachbarten Schulanlagen. Gleichzeitig ist die Anlage auf langfristige Nutzungszyklen, Anpassungen und eine mögliche Weiterentwicklung ausgelegt.

Der Entwurf «Arcadia» nimmt die Struktur der benachbarten Schulanlage Gsteighof auf und organisiert das Raumprogramm in drei eigenständigen Baukörpern rund um einen gemeinschaftlichen Hof. Zwei Gebäude beherbergen die Unterrichtsräume, während Spezialräume und Verwaltung in einem separaten Volumen angeordnet sind. Die Setzung schafft klare Aussenräume und stärkt die Verbindung zum bestehenden Schulareal.

Eine umlaufende Laube verbindet die Gebäude zu einer zusammenhängenden Schulanlage. Sie erschliesst die Unterrichtsräume, erweitert die Lernumgebung um vielseitig nutzbare Aufenthalts- und Arbeitsbereiche und trägt gleichzeitig zum konstruktiven Witterungs- und sommerlichen Wärmeschutz bei.

Alle Gebäude basieren auf einem einheitlichen Raster und einem modularen Holzbausystem, das projektspezifisch weiterentwickelt wurde. Die robuste Grundstruktur ermöglicht unterschiedliche Nutzungen und schafft die Voraussetzungen für spätere Anpassungen, Erweiterungen oder eine Wiederverwendung der Bauteile. Damit verbindet das Projekt räumliche Qualität mit den Zielen der Kreislaufwirtschaft und einem ressourcenschonenden Umgang mit Material und Fläche.

Der zentral gelegene Hof bildet das Herzstück der Anlage. Eingebettet in eine naturnahe Freiraumgestaltung entstehen vielfältige Aufenthalts-, Begegnungs- und Bewegungsräume für den Schulalltag. Die klare Organisation, die hohe Nutzungsflexibilität und die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit überzeugten die Jury.