Leuenhof Zürich, Sanierung

Denkmalgerechte Sanierung eines markanten Gebäudes

Problem und Anspruch
Das Gebäude steht im Innern und Äusseren unter kantonalem Denkmalschutz. Umnutzung der Schalterhalle für Ladengeschäfte. Sanierung der Obergeschosse für Büros. Beseitigung baulicher Verunklärungen und Neugestaltung der horizontalen und vertikalen Erschliessungswege.

Idee und Lösung
Der Leuenhof, ehemaliger Hauptsitz der Bank Leu, zählt zusammen mit dem Peterhof zu den markantesten Geschäftshäusern an der oberen Bahnhofstrasse. Sie gelten neben dem an der Börsenstrasse gelegenen Hauptsitz der Schweizerischen Nationalbank als Hauptwerke der renommierten Züricher-Architekten Otto und Werner Pfister und wurden zwischen 1913 und 1916 als Bank- und Geschäftshaus der Baugesellschaft zum Brunnen erbaut. 

Die grosse Schalterhalle ist der repräsentativste Raum des Gebäudes. Ihr stuckverziertes Gewölbe durchstossen umlaufende Stichkappen. Die Wände sind bis auf Kämpferhöhe mit Marmor belegt. Aus dem gleichen Material sind die vorspringenden Säulen, die das Gewölbe tragen. 

Die Schalterhalle hat ihren ursprünglichen Zweck verloren. Der denkmalpflegerisch wertvolle Raum soll nun zum Zentrum einer Retail Nutzung werden. Deshalb wird im gesamten Erdgeschoss die 2010 vorgenommene Unterteilung der Büroräumlichkeiten entfernt, um der imposanten Halle samt Umfeld wieder das frühere Gepräge zu verleihen. 

Die Bodenbeläge der Seitenbereiche werden in Natursteinmosaik – ähnlich der Vorhalle, aber in vereinfachter Art – ergänzt. Die Deckenausformulierung ist eine Kühldecke mit in Schlagpalladium gefassten Gipsrippen.

Auftraggeber  SPA Swiss Prime Anlagestiftung
Referenzperson  Tobias Hossfeld
Architekt  Tilla Theus + Partner
Baumanagement  Itten+Brechbühl AG
Projektbeginn 06.2017
Projektende 08.2020
Geschossfläche 15 362 m2
Gebäudevolumen  29 250 m3
Baukosten  60 Mio. CHF exkl. MwSt