An den Journées de l’Architecture en Santé 2026 (JAS) in Menton präsentierten Catherine Jaquier-Bühler und Marwen Feriani den Vortrag «Quel modèle hospitalier pour demain ? L’hôpital évolutif comme réponse aux mutations du système de santé suisse».
Die renommierte Fachveranstaltung vereint jährlich Architekt:innen, Ingenieur:innen, Planer:innen sowie Entscheidungsträger:innen des Gesundheitswesens, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für Gesundheitsbauten zu diskutieren.
Im Zentrum des Vortrags stand die Frage, wie Krankenhäuser angesichts des demografischen Wandels, der zunehmenden Ambulantisierung, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und technischer Innovationen langfristig anpassungsfähig bleiben können. Vorgestellt wurde das Konzept des evolutiven Spitals, das auf flexible, nachhaltige und resiliente Infrastrukturen setzt.
Als konkretes Beispiel präsentierten die Referent:innen das Projekt Bruderholzspital «Beletage», mit dem IB gemeinsam mit der Totalunternehmerin HRS den Wettbewerb für den Teilneubau des Kantonsspitals Baselland gewinnen konnte. Das Projekt überzeugte die Jury durch seine städtebauliche Einbindung, funktionale Klarheit, hohe Anpassungsfähigkeit und seinen Beitrag zu einer heilenden Architektur. Mit dem Umbau und der Erweiterung des Spitals «Sonnenhof» in Bern wurde zudem ein realisiertes Beispiel vorgestellt, das die praktische Umsetzung flexibler und anpassungsfähiger Gesundheitsbauten unter laufendem Klinikbetrieb veranschaulicht.
Die Konferenz stiess auf grosses Interesse. Viele Rückmeldungen und Fachgespräche nach dem Vortrag bestätigten die Aktualität des Themas und das Interesse des Publikums an innovativen Strategien für die Weiterentwicklung bestehender Spitalstandorte. Besonders das Bruderholz-Projekt wurde von den Teilnehmenden als beispielhaft für die zukünftige Transformation von Gesundheitseinrichtungen wahrgenommen.
Als einziges Schweizer Architekturbüro im offiziellen Programm bot sich zudem die Gelegenheit, die Schweizer Perspektive auf die Entwicklung von Gesundheitsbauten vor Vertreter:innen führender Gesundheitseinrichtungen wie CHUV, HUG, HFR und Hôpital de La Tour zu präsentieren.