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Lausanne, Schweiz

Vaudoise Versicherungen, Gebäude "Le Cèdre"

Bauherrschaft Vaudoise Assurances
Wettbewerb 2020
Planung / Ausführung 2021-2025
Architektur Itten+Brehbühl SA
Generalplanung Itten+Brechbühl SA
Geschossfläche 9'271 m2
Bauvolumen 125'735 m3
Baukosten 25 Mio. CHF exkl. MwSt.

Das Gebäude Le Cèdre, das von Jean Tschumi für die Vaudoise Versicherungen entworfen wurde, ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Die Langlebigkeit und die Flexibilität der Konzepte, die in den 1950er Jahren eingeführt wurden, sind heute noch relevant und in der Lage, ein modernes Arbeitsumfeld zu bieten.

Das von IB geleitete Sanierungsprojekt ist ein Beispiel für die Kreislaufwirtschaft: «Nichts geht verloren, nichts wird geschaffen, alles verändert sich.» Es maximiert das Potenzial des Gebäudes, indem es seine historischen Eigenschaften bewahrt und gleichzeitig seine Flexibilität und seinen Komfort für die Nutzenden optimiert. Die Bereiche zwischen den zwei Flügeln wurden als modulierbare Begegnungszonen neu konzipiert und die Dachterrasse wurde nach den ursprünglichen Plänen neu gestaltet.

Der Ansatz ist pragmatisch, wirtschaftlich und dient der Erhaltung des kulturellen Erbes, indem bestehende Konzepte und Materialien so weit wie möglich wiederverwendet werden. Das Projekt zielt darauf ab, visionäre Ideen aus den 1950er-Jahren wieder einzuführen. Diese sollen durch moderne Technologien aktualisiert werden, um den Nutzerinnen und Nutzern einen höheren Komfort zu bieten.

Räumliche Reorganisation: Flexibilität und Wohlbefinden bei der Arbeit

Das Projekt «Un moment charnière» gestaltet die Innenräume des Cèdre grundlegend neu und schöpft das ursprüngliche Potenzial voll aus. Auf mehreren Etagen wurden die Innenwände auf der Südseite entfernt oder durch Glaswände ersetzt, um Transparenz, Tageslicht und Ausblicke zu verbessern.

Die Südwand ist dank eines erhaltenen Vorsprungs, der den Flur räumlich abgrenzt, sowie durch das Vorhandensein von Nebenarbeitsbereichen, die ihn beleben, noch erkennbar. Die symbolträchtigste Umgestaltung bestand darin, den Bereich zwischen den zwei Flügeln freizulegen, indem die Sanitäranlagen wieder an ihren ursprünglichen Standort im Norden verlegt wurden. Die Begegnungszonen, die früher einer Kernaufgabe des Versicherungsgeschäfts, nämlich der Postverwaltung, dienten, werden heute als echte Orte der Begegnung, der Zusammenarbeit und für Pausen konzipiert.

Der vierte Stock, der als kulturhistorisches Zeugnis bewahrt wurde, behält hingegen seine ursprüngliche Struktur mit der Südwand und den historischen Verkleidungen bei.

Aussenräume

Die Terrasse im dritten Stock heisst jetzt in Anspielung auf die Bienenstöcke, die sich dort befinden, «Espace Nectar» und wurde nach den ursprünglichen Plänen neu gestaltet. Zudem wurde die Abdichtung erneuert.

Die Terrasse im fünften Stock trägt den Namen «Espace Belvédère» und soll den Teams im Sommer für verschiedene Events zur Verfügung stehen.