Digitales Planen und Bauen

Digitales Planen und Bauen

Die Digitalisierung der Baubranche bewirkt eine grundlegende Veränderung von Werkzeugen, Organisationsformen und Prozessen. Das Digitale Planen und Bauen (VDC - Virtual Design & Construction) steht somit auch im Fokus der Entwicklungen bei IttenBrechbühl. Dabei geht es um eine Disziplinübergreifende Anwendung von BIM-Software in Kombination mit geeigneten Organisationsformen und Prozessen für Entwurf, Planung, Projektmanagement und Baumanagement.

Genau diese Disziplinübergreifende Anwendung ist für IttenBrechbühl schon seit Jahren selbstverständlich und wird nun durch eine modellgestützte Arbeitsweise effizienter und transparenter gemacht.

 

VDC public

Quelle: VDC Certification Program, FHNW, CIFE Stanford

Kundenziele

Transparenz in der Bestellung

Wir begleiten Sie bei der Definition ihrer Ziele für ihr Bauprojekt und helfen die Erwartungen an den Prozess und die Modelle in einen vernünftigen Rahmen einzuordnen. Es gilt dabei insbesondere den Fokus richtig zu setzen, in Bezug auf das Informationsmodell Projektierung (IMP) und das Informationsmodell Bewirtschaftung (IMB).

Wir unterstützen Sie auf Anfrage auch in der Erarbeitung von Informationsanforderungen Auftraggeber (IAG) oder Informationsanforderungen Bewirtschafter (IAB)

Kundenziele public

Nach: SIA D0270

Projektziele

Das Projekt im Zentrum des Schaffens

Der Projektabwicklungsplan regelt die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten bezüglich der Erstellung, Nutzung und Verwendung digitaler Bauwerksmodelle. Er legt die Ziele, die organisatorischen Strukturen und die Verantwortlichkeiten fest, gibt den Rahmen für die BIM-Leistungen und definiert die Prozesse und Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten.

In der Arbeitsgruppe «Dokumentation D 0270» des SIA durfte IttenBrechbühl am Template des BIM-Projektabwicklungsplan mitarbeiten und ist an der Weiterentwicklung dieses Hilfsmittels im Rahmen der BK442 des SIA tätig.

Projektziele public

Firmenziele

Effizienzsteigerung Schritt für Schritt

Neben der effizienten und auf die Bedürfnisse des Bestellers abgestimmten Projektabwicklung setzt sich IttenBrechbühl auch eigene Firmenziele, in Bezug auf die digitale Projektabwicklung für die nähere und weitere Zukunft, welche in möglichst vielen Projekten umgesetzt werden soll.
 

Firmenziele kurzfristig

Kurzfristige Formalziele

  • Kohärentes Planwerk inkl. Schemaplänen & Raumstudien
  • Modellbasierte Koordination von Teilmodellen (IFC/BCF Workflow)
  • Implementierung Common Data Environment (CDE)
  • Datenbankbasierte Verwaltung der Informationen
  • Modellbasierte Mengenermittlung für Kosten & Ausschreibung
  • Interaktive Visualisierungsmöglichkeiten (Virtual Reality, Mixed Reality)
Firmenziele mittelfristig

Mittelfristige Formalziele

  • Modellbasierte Ausschreibung mittels Product Data Sheets (PDS)
  • Modellbasierte Qualitätssicherung Brandschutz
  • Modellbasierte Qualitätssicherung Hindernisfreies Bauen
  • Modellbasierte Qualitätssicherung Altergerechtes Bauen
  • Modellbasierte Visualisierung Terminplanung
  • Materialkonzept-Workhsops in Virtual Reality
  • BIM2Field ab IFC Modellen
Firmenziele langfristig

Langfristige Formalziele

  • Modellbasierte Baueingabe
  • Plug'n'Play Projektdokumentation als SmartBuilding
  • Gestengetriebenes Entwerfen am Modell «Virtual Sculpting»

    Prozessplanung

    Klare Ziele führen zu stringenten Prozessen

    Wirksames Prozessdesign und konsequente Prozesssteuerung sind Voraussetzungen für den Erfolg digitaler Planungsmethoden. Die direkte Einbindung von Kunden und Partnern in die Prozessgestaltung führt zu geregelten Rollen und Verantwortlichkeiten, frühzeitig geklärten Schnittstellen und vor allem zu einer klaren, offenen Kommunikation.

    Prozessgestaltung ist ein anspruchsvoller, zwischenmenschlicher Vorgang. Sie erfolgt deshalb als Teamarbeit mit weitgehend analogen Methoden, z.B. mit sog. Prozesswänden. Entscheidend ist die Moderation durch die Gesamtleitung. Digitale Hilfsmittel wie Prozesslandkarten, Prozessbausteine und Dokumentationshilfen unterstützen die Arbeit.

    Ergebnis ist ein an Zielen und Entscheidungen orientierter Pull-Prozess, der durch die Gesamtleitung in der Planungs- und Realisierungsphase geführt und im Team weiterentwickelt wird.

     

    Prozessplanung

    Zusammenarbeit

    Integrale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

    Integrale Zusammenarbeit beginnt schon in der Projektdefinition und sie umfasst alle Beteiligten bis in die Nutzungsphase des Bauwerks. Durch gemeinsam getragene Verantwortung und gemeinsame Anreize gestalten wir Projektteams, in denen sich jeder Einzelne dem Kundeninteresse verpflichtet.

    Neben gemeinsam gestalteten Prozessen und geeigneten Informationsplattformen bestimmt die Anwendung der Methode «ICE-Session» den Erfolg der Zusammenarbeit. ICE, Integrated Concurrent Engineering, ist eine Methode, mit der interdisziplinäre Teams gemeinsam eine Planungsaufgabe lösen. Zentrale Elemente von ICE sind die umfassende Visualisierung von Informationen und die gleichberechtigte Beteiligung bei der Lösungsentwicklung. Wir streben eine Verwendung von ICE in allen Projektphasen von der Zieldefinition mit dem Kunden über die Planung der Planung und die Koordination der Planung bis zur Steuerung der Abläufe auf der Baustelle an.

    Zusammenarbeit

    BAUWERKSMODELLE

    BIM, Digitale Bauwerksmodelle als Informationsträger

    Wir verwenden digitale Bauwerksmodelle (BIM im engeren Sinne) als Kern des Informationsmanagements. Dabei orientieren wir uns an dokumentierten, offenen Standards wie z.B. IFC (SN EN ISO 16739) als Standard für die Definition von Informationsmodellen. Abhängig von Projektart und Kundenbedürfnissen konfigurieren wir das Informationsmanagement anhand von internen Standards.

    Dabei legen wir einen grossen Wert auf effiziente und qualitativ hochstehende digitale Bauwerksmodelle mit den effektiv nötigen Information - so viel wie nötig statt so viel wie möglich. Entsprechend leiten wir den Informationsbedarf auch von den Aktivitäten ab, welche man mit den Modellen unterstützen will. Dies entspricht im Kern einem Pull-Prozess vom Informationslieferant an den Informationsbesteller und ist in der SN EN ISO 19650er Reihe beschrieben.

    Für die Dokumentation der Informationsprofile setzen wir auf den BIM-Profil-Server des CRB in Zusammenarbeit mit dem Institut Digitales Bauen der FHNW. Für den BIM-Profil-Server konnte die Expertise aus unserem VDC-Kompetenzzentrum zum Datenkatalog mit IFC-Mapping eingebracht werden.

    Bauwerksmodelle

    Netzwerke

    Engament über den Tellerrand hinaus

    IttenBrechbühl engagiert sich in der Schweiz und auf internationaler Ebene im Bereich der Normierung von digitalen Methoden und Prozessen. Unsere Experten sind in folgenden Arbeitsgruppen oder Kommissionen aktiv:

     

     

    Die Begrifflichkeiten rund um das digitale Planen, Bauen und Bewirtschaften werden unterschiedlich interpretiert. Zur Förderung der Verständigung in der Begriffswelt stützt sich IttenBrechbühl auf das VDC-Glossar der FHNW.

    Kontakt

    Für Fragen zu VDC bzw. der BIM-Methode bei IttenBrechbühl, kontaktieren Sie unser VDC Kompetenzzentrum unter vdc@ittenbrechbuehl.ch.

    Text und Inhalt by VDC Kompetenzzentrum, Itten+Brechbühl AG
    Grafiken designed by Evelyne Jost