Bis ins Jahr 2045 soll hier produziert werden können
Das Kernkraftwerk Leibstadt, unmittelbar am Rhein und an der schweizerisch-deutschen Grenze gelegen, nahm seinen Betrieb 1984 nach elfjähriger Bauzeit auf. Es soll bis ins Jahr 2045 Strom liefern. Die interne Analyse ergab einen grossen Bedarf an zusätzlichen Betriebsflächen, wenn das Werk weiter produzieren soll. Insgesamt sollen bis 2014 zehn Infrastrukturbauten bei laufendem Betrieb realisiert werden.
In der neuen Sicherungszentrale, die der Über- und Bewachung der Anlage dient, kommen neuste Technologien zum Einsatz. Fünf weitere Neubauten, die Erweiterung oder Umnutzung von drei bestehenden Gebäuden und die Neugestaltung von Umgebung und Parkplätzen sieht die Planung vor. Zum Bauprogramm gehören Büros, Werkstätte, Chemielabor, Lagerhallen und das Personalrestaurant.
Die Sprache der Industriearchitektur prägt die Gebäude innerhalb des Sicherheitsareals. Diese Vorgabe wird formal bewusst aufgenommen, während die Gebäude ausserhalb des Sicherheitsareals einer Architektursprache verpflichtet sind, die heutigen, postindustriellen Massstäben entspricht und viel Gewicht auf die Transparenz legt.
Als Generalplaner übernehmen IttenBrechbühl in allen zehn Teilprojekten die Koordination, die Planung und die Bauleitung. Herausfordernd sind dabei die komplexen technischen Anforderungen des Betriebs – und insbesondere diejenigen an die Sicherheit. Eine anspruchsvolle Hürde ist dabei das eidgenössische Baubewilligungsverfahren, das hier zur Anwendung kommt.
Auftraggeber
Kernkraftwerk Leibstadt AG
Generalplaner Itten+Brechbühl AG
Wettbewerb 1. Preis 2006
Planung 2006–2012
Baubeginn 2009
Inbetriebnahme 2014
Anzahl Teilprojekte 10
davon durch KKL genehmigte 4
Geschossfläche 15 000 m2
Bauvolumen 75 000 m3
Arbeitsplätze 230
Visualisierungen Ivano Zanetti
Text Konrad Tobler, Bern