Spitzentechnologie und optimierte Energie-Effizienz
Spitzenwissenschaft und -forschung sind ohne Spitzenrechner nicht mehr
denkbar. Um international konkurrenzfähig zu sein, betreibt die ETH
Zürich seit 1991 im Tessin das nationale Zentrum für Superrechner, das
Supercomputernetzwerk CSCS.
Das Zentrum ermöglicht Forschungen im Bereich von Umwelt, Klima, Gesundheit und Wirtschaft; es steht allen Hochschulen in der Schweiz zur Verfügung. Das bisherige Gebäude genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr, besonders im Bereich der Energie, denn Supercomputer erzeugen ungeheure Mengen an Wärme. Das neue Gebäude wird bei einer optimalen Leistungsfähigkeit gleichzeitig eine hohe Energieeffizienz ausweisen müssen.
Umweltfreundliche Kühlungstechnologie ist denn auch der Kern des neuen Gebäudes. Standort ist ein ehemaliges Busdepot in der Nähe des Cornaredo-Stadions in Lugano. Diese Lage ermöglicht es, mit einer Leitung von nur drei Kilometern Länge Kühlwasser aus dem Lago di Lugano zu gewinnen.
Für die Zukunft ist vorgesehen, mit der Abwärme des CSCS ein neu
geplantes Quartier zu heizen bzw. mit Warmwasser zu versorgen. Mit
weniger als 10 Prozent der Abwärme kann der Bedarf von 200000 m2
Geschossfläche im Minergiestandard gedeckt werden.
Einfache, flexible Strukturen, funktionsbezogene Raumorganisation und Etappierbarkeit sind die architektonischen Hauptmerkmale des neuen Gebäudes. Geschaffen werden attraktive Büroräume mit gutem Innenraumklima. Die verwendeten Baustoffe sind schadstoffarm. So entspricht das Gebäude dem MINERGIE-ECO-Standard, der – wo immer möglich – sogar im Rechnungstrakt eingehalten wird.
Auftraggeber
ETH Immobilien, Abt. Bauten
Nutzer Swiss National
Supercomputing Center CSCS
Architekten Generalplaner Itten+Brechbühl AG
Baubeginn 2010
Inbetriebnahme 2012
Geschossfläche
5400 m2 Rechenzentrum
1400 m2 Bürogebäude
Visualisierungen
Itten+Brechbühl AG
Text Konrad Tobler, Bern
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