Höchster Komfort verlangt bestes Know-how
Ein Haus mit Tradition, ein Hotel mit Zukunft, ein City Resort von Weltrang: Das will das nach dem Projekt von Foster and Partners erneuerte und erweiterte Dolder Grand sein.
In einer engen Symbiose, die Architektur und Logistik umfasst, umarmen die zwei neuen, geschwungenen Flügel das historische Hauptgebäude. Dieses ist wieder klar nach Süden ausgerichtet und geöffnet: Hier befindet sich wie früher der Eingang, zusätzlich bietet das in den Hang eingeschmiegte neue Garden Restaurant eine prächtige Bellevue auf den Zürchersee und die Alpen.
Das Innere des historischen Gebäudes wurde nach denkmalpflegerischen Standards restauriert und teilweise rekonstruiert. Es galt, 173 Hotelzimmer und 450 weitere Räume völlig individuell und nach aktuellstem technischem Know–how zu gestalten. Hinzu kommen ein gediegener Wellness–Bereich – das Dolder Grand Spa –, der Ballsaal mit seiner Lichtkuppel und die Dolder–Restauration auf höchstem Niveau. Auch die Umgebungsarbeiten erfolgten besonders sorgfältig.
Hohe Ansprüche bedeuten grosse Herausforderungen – was schnell gesagt und schwierig umzusetzen ist. IttenBrechbühl übernahmen Gesamtleitung und Ausführung des ambitionierten Projektes von Foster and Partners. Die härteste Nuss musste bereits in der Rohbauphase geknackt werden: Mit einem aufwendigen Stahlkorsett und einmaligen statischen Unterbauten stützte man den historischen Altbau, um die unterirdische Architektur vorantreiben zu können.
Das stark abfallende Baugelände, enge Platzverhältnisse und vor allem sich ständig verändernde Erkenntnisse über die komplexe Bodenbeschaffenheit forderten vom gesamten Team kontinuierliche Spitzenleistungen, ausserordentliche Präzision und viel Flexibilität. In der Ausbauphase waren auf der Baustelle bis zu 400 Arbeiter zu koordinieren.
Auftraggeber
Dolder Hotel AG, Zürich
Architekten
Foster and Partners Ltd.
Itten+Brechbühl AG
Baubeginn 2004
Inbetriebnahme 2008
Geschossfläche
neu 26 000 m2
renoviert 14 000 m2
Bauvolumen 201 000 m3
Anzahl Zimmer 173, davon 59 Suiten
Fotos Ralph Bensberg, Zürich
Text Konrad Tobler, Bern