Klare Präsenz durch das Spiel des Licht
«Skylink» heisst das grosse Projekt zur Erweiterung des Flughafens Wien Vienna International Airport. Gemeinsam mit den Architekten Baumschlager-Eberle gewannen IttenBrechbühl den städtebaulichen Realisierungswettbewerb. In einem ersten Schritt ging es darum, sehr rasch einen Pool-Bürobau für den Auftraggeber und für die Skylink-Planer oder -Konsulenten zu erstellen.
Exponiert an der Flughafenzufahrt gelegen setzt das Gebäude einen deutlichen städtebaulichen Akzent und bewahrt eine angemessene Eigenständigkeit gegenüber dem bereits bestehenden Wiener World-Trade-Center und dem geplanten Flughafen-Tower. Wichtigstes Kennzeichen des sechsgeschossigen Baukörpers sind dessen klare, einfache Geometrie und die durch die wechselnden Lichtverhältnisse bestimmte Präsenz.
Zwei luzide Schichten bilden die Fassaden. Die äussere ist waagrecht geschuppt, die innere glatt. Deshalb reflektieren sie das Sonnenlicht unterschiedlich, so dass die Erscheinung am Tag immer wieder wechselt. In der Nacht dagegen scheint sich das Volumen aufzulösen, wirkt wie immateriell oder, wenn das Gebäude beleuchtet ist, wie eine grosse Laterne, die der Orientierung dient.
Offen und flexibel ist die Struktur des Gebäudes – und damit auch dessen Nutzung. Die Primärstruktur besteht einerseits aus einem Betonskelett mit Stützen entlang der inneren Hülle, andererseits aus dem Gebäudekern, in dem die Aufzüge, die Treppen und die sanitären Anlagen untergebracht sind. Vertikale Lichtkörper prägen diese Zone und damit das innere Gesicht des Gebäudes.
Die umlaufenden Flächen sind nutzungsneutral. Sie lassen sich flexibel einteilen und eignen sich deshalb sowohl für den Einbau von Zellen-, als auch von Kombi- oder Grossraumbüros. Die Zwischenwände sind transparent; so sind Blickkontakte möglich und die Räume wirken grosszügig. Dazu trägt zusätzlich die geschosshohe Vollverglasung bei, die ein reizvolles Wechselspiel von Innen und Aussen ergibt.
Auftraggeber Flughafen Wien AG
Architekten
Itten+Brechbühl AG
Baumschlager-Eberle GmbH
Wettbewerb 1. Preis 2000
Baubeginn 2005
Inbetriebnahme 2005
Geschossfläche 6100 m2
Bauvolumen 17 000 m3
Fotos
archphoto, Eduard Hueber, New York
Text Konrad Tobler, Bern
Flughafen Film von Roman Bönsch