Erleichterte Abläufe – erhöhter Komfort für die Passagiere
Am 29. März 2009 trat das Schengen-Abkommen in Kraft, dem auch die Schweiz beitrat. Für den ganzen Schengen-Raum entfallen die systematischen Passkontrollen an den Flughäfen. Dem passt sich der Flughafen Zürich mit dem Bau des neuen, zentralen Sicherheitskontrollgebäudes (SKG) an.
Gleich nach dem Check-in und vor dem Airside Center entsteht mit diesem Scharniergebäude auf vier Etagen ein effizientes Kontrollsystem mit 26 Kontroll-Linien. Diese sind sowohl vom Check-in 1 als auch vom Check-in 2 direkt erreichbar. Bis zu durchschnittlich 27000 Passagiere pro Tag sollen im SKG abgefertigt werden. Die beiden Überlaufgeschosse ermöglichen bei Höchstbelastungen rasche Kapazitätserhöhungen.
Kürzere Wartezeiten also, indem die langen und oft unberechenbaren Wartezeiten bei den bisher dezentralen Sicherheitskontrollen wegfallen. So ist für die Schengen-Passagiere die Zeit bis zum Boarding besser einteilbar. Das erhöht den Reisekomfort und bietet gute Gelegenheit für Einkäufe oder einen Restaurantbesuch – zumal in den Übergangszonen zum Airside Center neue Shops für Tax-and-duty free-Produkte geplant sind.
Auch die Mitarbeitenden des Airside Center passieren die zentrale
Kontrolle. Insgesamt werden durch diese Massnahmen die Betriebskosten
reduziert.
Komplexeste Baulogistik ist hier gefragt, für die jedoch nur eine
beschränkte Fläche zur Verfügung steht. Das erfordert eine extreme
Präzision bei der Planung der Baustellenzufahrt und der Anlieferung. Der
Bau wird in drei Etappen realisiert:
In der ersten erfolgt der Rückbau der bestehenden Infrastrukturen, in der zweiten der eigentliche Neubau und in der dritten die Anbindung an die beiden Check-in-Bereiche und ans Airside Center.
Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb und müssen den Sicherheitsnormen des Flughafens Zürich entsprechen.
Auftraggeber
Unique (Flughafen Zürich AG)
Architektekten Generalplaner
Itten+Brechbühl AG
Planung 2008–2009
Baubeginn 2009
Inbetriebnahme 2011
Geschossfläche 11 000 m2
Bauvolumen 56 000 m3
Visualisierungen
Projektstand 2009
Resolutions, Zürich
Text Konrad Tobler, Bern