Japanische Wohlfühlinsel in der hektischen City
«Was man als schön bezeichnet, entsteht in der Regel aus der Praxis des täglichen Lebens heraus.» Das schreibt Junichiro Tanizaki in seinem berühmten Buch «Lob des Schattens». Nach dieser Devise wurde inmitten der urbanen Zürcher Sihlcity eine japanische Oase geschaffen: Das Asia Spa bietet fünf verschiedene Saunen und Dampfbäder, Ruheoasen, einen Meditationspool und zwei «Onsen»–Pools an.
Inspiration suchten Architekten und Gestalter bewusst in der Tradition der japanischen Ästhetik. Die Räume sind grosszügig und zugleich schlicht. Sie überzeugen auf den ersten Blick und strahlen Reinheit und Ruhe aus. Oberstes Ziel war es, eine wohltuende Atmosphäre der Entspannung zu schaffen. Linien und Formen sind klar, warme Farben setzen ein paar wenige Akzente.
Angenehm gedämpft ist das Licht. In der unteren Ebene schaffen die Shoji–Paravents den Eindruck, man befinde sich in einem japanischen Teehaus. Auch im Bäder– und Saunabereich sorgt der Sichtschutz dafür, dass die hektische Aussenwelt auf einen Schlag vergessen geht.
Ausgesuchte, natürliche Materialien dominieren. Im ganzen Spa– und Gästebereich findet sich dunkelgrauer Lehmputz, in den Beauty–Kabinen ist der Verputz hell, beinahe gelblich und so sehr freundlich. Dunkler Parkettboden prägt den Garderobenbereich, Nero–Assoluto-Granit den Bade– und Saunabereich.
Auftraggeber Credit Suisse
Generalunternehmer
Karl Steiner AG
Architekten Itten+Brechbühl AG
Baubeginn 2006
Inbetriebnahme 2007
Geschossfläche 2200 m2
Bauvolumen 18 000 m3
Fotos René Dürr, Zürich
Text Konrad Tobler, Bern