Das Alpenstadion - ein städtebaulicher Markstein
Ein erstes, von der Stadt Thun getragenes Stadionprojekt scheiterte in der Volksabstimmung. Dank einer Investorengruppe kann nun in Thun-Süd doch noch ein neues Stadion mit Mantelnutzung realisiert werden. Das Stadion entspricht den Normen der Axpo Super League. Es hat rund 10000 Sitz- und Stehplätze. Die Dimensionen sind für eine Stadt wie Thun aussergewöhnlich: Das Stadion misst rund 120 x 125 Meter, das angegliederte Einkaufszentrum 265 x 85 Meter.
Ein neuer urbaner Schwerpunkt entsteht, indem die Gebäudegruppe - gleich neben der Autobahn am Südeingang der Stadt Thun gelegen - zwischen der Allmendingenallee und der Weststrasse ein städtebaulich markantes Ensemble mit einem Begegnungsplatz bildet. Der Komplex passt sich mit einer Höhe von nur 14 Metern gut in die Landschaft ein; er wird von den Bäumen der Allee klar überragt, hat aber eine weit sichtbare Präsenz, wenn in der Dämmerung und in der Nacht die Platzbeleuchtung eingeschaltet ist.
Bewusst steil angelegt sind die Tribünen, um einen Kessel zu erzeugen, der während der Spiele die Stimmung erhöht. Insgesamt wirkt das Stadion gestalterisch dynamisch, leicht und transparent. Das Einkaufszentrum dagegen hat eine kompakte, geradezu monolithische Erscheinung. Diese kontrastiert spannungsvoll mit dem farbigen und vielschichtigen Inneren der Einkaufswelt.
Ballspiel- und Leichtathletikfelder rgänzen später die Anlage. Das Fuss- und Radnetzwerk der tadt erfährt eine augenfällige Aufwertung, die Renaturierung es Längmattbächlis rundet das Bild ab: Mit dem Stadion und seiner Umgebung entsteht ein für die Stadt Thun bedeutendes und reizvolles neues Erholungs- und Freizeitzentrum.
Auftraggeber
HRS Real Estate AG
Architekten
Itten+Brechbühl AG
Brügger Architekten AG
pool Architekten
Planung 2007–2009
Baubeginn 2009
Inbetriebnahme 2011
Geschossfläche Mantelnutzung
33 750 m2
Bauvolumen Mantelnutzung
306 000 m3
Zuschauerplätze 10 000
Einstellplätze 900
Visualisierungen
raumgleiter gmbh
Itten+Brechbühl AG
Fotos Philipp Zinniker, Bern
Text Konrad Tobler Bern
› Genossenschaft Fussballstadion
Thun-Süd